Zufallsfund bei Arques

Veröffentlicht auf von asmodeus

Infolge einer aussergewöhnlichen Hitzewelle, im Sommer des Jahres 1940, litt die Ortschaft Arques unter Wassermangel. Fieberhaft suchte man nach Möglichkeiten, um die Menschen mit dem lebensnotwendigen Wasser zu versorgen. Man erinnerte sich schliesslich an ältere Berichte, über ein in der Nähe befindliches, schier unerschöpfliches Wasserreservoir, in den Bergen. Dort existierte irgendwo eine Felsspalte, die den Zugang zu einem unterirdischen See gewährte. Ein riskantes Unternehmen, wie sich bald herausstellte. Denn der Zugang war eingestürzt und die Räumung gestaltete sich sehr schwierig. Den örtlichen Feuerwehrmännern kam ein Turnverein, bestehend aus jungen Männern, aus Quiza, Esperaza und Limoux zu Hilfe, die Tag und Nacht mit Spitzhacke und Schaufel arbeiteten, bis der Zugang endlich wieder begehbar war und die Feuerwehrleute ihre starken Pumpen einsetzen konnten.

Dann endlich, strömte das ersehnte Nass nach Arques.

Sicherheitshalber stiegen einige der jungen Männer in den folgenden Tagen nochmals hinauf, zu dem Schacht, um den Zustand der Wasserversorgung zu kontrollieren. Dabei stellten sie fest, dass dicht bei der Wasserentnahmestelle, einen frischen Geländeeinbruch fest, in dem alte Grabstellen zum Vorschein kamen. Neugierig untersuchten die jungen Leute diese Gräber, in denen sie zahlreiche Gegenstände fanden. Neben irdenen Schalen, Bronzeobjekten und vereinzelten Münzen, erweckten mehrere kleine Statuen am meisten ihr Interesse. Die jungen Männer sammelten alle auffälligen Fundstücke ein und nahmen sie mit. Nicht ein einziges Stück davon ist heute noch auffindbar.

Ein gewisses Aufsehen erregten wohl damals lediglich die seltsamen Statuen, von denen es heisst, dass sie anderen solchen Figuren geähnelt haben sollen, wie sie auch in ägyptischen Gräbern gefunden worden seien. Einer Darstellung der Göttin Sechmeth. Das meint jedenfalls der französische Forscher André Douzet, der sich mit dieser Fundgeschichte beschäftigte. Dabei bleibt allerdings die Frage offen, wie er zu dem Schluss kam, dass die Statuetten von Arques entsprechenden Darastellungen der ägyptischen Sechmeth ähnlich sahen – wenn er niemals eine Figur oder sonst einen Gegenstand aus dem Gesamtfund von Arques zu sehen bekam. Und sollte er vor Jahren noch das Glück gehabt haben, mit einem alten Einwohner von Arques über jene Episode zu sprechen, so dürfte man sicherlich stark daran zweifeln, dass dieser Zeuge sich noch genau genug an das Aussehen solch einer Statuette erinnerte. Unter den einfachen Landleuten wird überdies kaum einer in der Lage gewesen sein, Vergleiche mit ägyptischen Figuren herzustellen.

A. Douzet zufolge, soll es sich um keltisch-ligurische Gräber gehandelt haben, die damals zum Vorschein kamen.

 

  asmodeus

 

video: 

http://www.dailymotion.com/video/xftuxh_katharerhoehle-coumo-loungo-bei-arques_sport

 

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