Tödliches Drama in der Grotte de la Dragonnière

Veröffentlicht auf von asmodeus

Nach achttägiger fieberhafter Suche ist der bekannte Speleologe, Eric Establie, am 11. Oktober, in einer Höhle, im Département Ardèche von zwei britischen Höhlentauchern tot aufgefunden worden.

Noch am Samtag (09.0kt.) schöpfte die  Rettungsmannschaft neue Hoffnung auf einen glücklichen Ausgang, als sie Klopfzeichen hinter einer Felswand zu vernehmen glaubten. Doch wahrscheinlich wurden diese Geräusche von einem weiteren Steinschlag verursacht, wie er vermutlich auch dem 45 jährigen Eric Establie zum Verhängnis geworden ist. Etwa 70m hinter einem Geröllfeld, welches sich 780m tief im Inneren der Grotte de la Dragonnière befindet (Gorges  de l'Ardèche), verunglückte der bekannte französische Höhlentaucher. Der genaue Unfallhergang ist bisher noch nicht geklärt.

Das deutsche Team der Höhlenrettung Baden-Würtemberg (Tübingen), war seit Montagnachmittag leider vergeblich für einen Rettungseinsatz in der Gorge d'Ardèche in Bereitschaft versetzt worden. Denn: "Ein Einsatz der deutschen Helfer würde voraussichtlich dann notwendig, wenn der Vermisste lebend gefunden und über eine längere Zeit in der Höhle versorgt werden müsste", erläuterte der Koordinator des Tübinger Teams.

Eric Establie galt als einer der besten Höhlentaucher weltweit. Er arbeietete als scaphandrier und leitete eine Gesellschaft für See- und Unterwasserarbeiten in Cannes.

 

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ausführlicher:

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.verschollen-franzosen-bangen-um-hoehlentaucher.78bcb32a-17dc-4fdc-928f-875363e51585.html

 

 

Agenturmeldung vom 11. 10. 2010 

 

Paris (sda/dpa) Seit gut einer Woche ist in Südostfrankreich ein
Höhlentaucher verschüttet, aber es gibt noch Hoffnung: Am Montag
wollten Taucher den Franzosen erreichen, der etwa 200 Meter unter
der Erdoberfläche in einem Tunnelsystem gefangen ist, in dem
teilweise Wasser läuft.

Dazu müssten sich die Retter einen Weg durch das Geröll bahnen,
das den Tunnel mehrere hundert Meter vom Eingang entfernt versperrt,
berichtete die Zeitung «Le Parisien». Das Unglück ereignete sich in
der Grotte de la Dragonnière in der Ardèche-Schlucht.

Am Wochenende hatten die Rettungshelfer erstmals Klopfzeichen des
45-jährigen Verschütteten gehört. Die Helfer hoffen, dass der
erfahrene Höhlentaucher einen Ort gefunden hat, wo der Tunnel breit
genug ist, dass er sich im Trockenen aufhalten kann und genügend
Sauerstoff bekommt.

Zwei Schweizer Taucher hatten am Wochenende wasserdichte Behälter
mit einem Mobiltelefon, Lebensmitteln und Nachrichten seiner Familie
in dem Tunnel zurückgelassen. Die Helfer versuchen zudem, sich von
dragonniere%20coupeder Erdoberfläche aus zu dem Tunnel in etwa 200 Metern Tiefe
hinunterzugraben.

Der Höhlentaucher Eric Establie aus Nizza ist seit Sonntag
vorvergangener Woche in einer Höhle gefangen, die er kartographieren
wollte. Ein Erdrutsch versperrt ihm den Rückweg. Establie ist
Profitaucher und hat selber an mehreren Rettungsaktionen
teilgenommen.

 

 


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