Dubiose Zeugen

Veröffentlicht auf von asmodeus

Herr Charles Abbot, ehemaliger Beamter der Polizei, Untermieter bei Mm L..., 225 Rue de Charenton in Paris, berichtete im Jahre 1960 folgendes:   Während des Krieges 14-18 war ich zur Rekonvaleszenz im Krankenhaus von Choisy, und ich hatte als Bettnachbar einen Maurer aus Espéraza (Aude).  Die Tage waren lang, und wir plauderten über alles mögliche, um die Zeit zu tot zu schlagen. Und eines Tages erzählte dieser Maurer, dessen Namen ich vergessen habe, mir über den Schatz des Abtes Béranger Saunière.  Er sagt, daß im Jahre 1917, die Ankunft der Deutschen befürchtend, der Pfarrer das ossuaire (Beinhaus) aufffüllen ließ, das sich unmittelbar rechts, beim Friedhofseingang befindet.  In Wirklichkeit handelte es sich eigentlich nicht um ein ossuaire, sondern um eine gemauerte Grube, wo man zweifellos die Särge provisorisch unterstellte.  Aber tief in dieser Grube, so sagte mein Bettnachbar mir, bemerkte er mit Erstaunen eine kleine Tür, oder Falltür, von der er nicht wußte, wohin sie führte.  Er dachte gut darüber nach, und glaubte jetzt, daß diese Angelegenheit in Verbindung mit jener des Schatzes sei, über den man viel in  Espéraza und in Rennes sprach. 


Eine andere merkwürdige Zeugenaussage, aber ist jene von Herrn Pierre Alquier, aus Perpignan. Da der Zeuge Analphabet war, liess er seine Aussage 1959 von einer gewissen Mm Marie- Thérèse Rivallier, 23 Rue Duchalmeau, niederschreiben.  Er war gebürtig aus Espéraza und in seiner Jugend Dienstbote, was annehmen läßt, daß seine Geschichte vielleicht wahr ist:  „Ich erinnere mich nicht mehr an das Datum, aber es war im Monat Mai, vielleicht im Jahre 1916. Denn ich war noch fast ein Kind, als der Pfarrer Béranger Saunière mich fragte, ob ich ihm einen vertraulichen Dienst erweisen möchte.  Es war seltsam, denn ich wohnte in Espéraza, und es mußte in Rennes und in Couiza genügend ältere und qualifiziertere Arbeiter geben als mich. Doch andererseits waren  solche Arbeitskräfte rar, weil die infrage kommenden Männer alle am Krieg waren.“ Pierre Alquier bezeichnete eine Stelle, zwischen „château und église“ – dabei meinte er aber nicht das wirkliche château, sondern die Villa des Abbé, die dem einfachen jungen Mann wie ein prächtiges Schloss vorkam. Er hat genau gesagt:  "zwischen der Kirche und dem Schloß des Pfarrers. 

Der Pfarrer ließ mich ein Loch von sechs bis acht Meter graben.  Wir haben, einen Kellerraum gefunden (wörtlich übersetzt: ein Untergeschoss), der von einem völlig verrosteten Eisengitter verschlossen war, und der von der Seite her unter die Kirche führte. Mit meiner Hacke schlug ich das Schloß entzwei.  Wir gelangten danach durch eine Galerie von ungefähr drei Metern Länge, in eine Krypta voller Schätze, alter Waffen  und Skeletten.  Ich habe nichts berührt, der Pfarrer wollte es nicht.  Er schickte mich weg und hat mir sechstausend Francs für meine Arbeit zugesteckt, indem er mir befohlen hat, niemals über diese Sache zu sprechen.  Aber selber er ist dort noch sehr lange Zeit geblieben!“ 

 

Wir ordnen das bis auf Weiteres ein, unter der Rubrik: Unbestätigten Zeugenaussagen zufolge...

 

 

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